
Geplant sind - entsprechend dem satzungsgemäßen Stiftungszweck - folgende Schwerpunkte
1. Grundlagenforschung zu menschlichem Bindungs- und
Kommunikationsverhalten
bezüglich
- biologischer
- psychologischer
- soziologischer
Mechanismen, wobei unter dem letzten Punkt
vor allem auch die unmittelbare
soziale Lebensumwelt (partnerschaftliche,
familiäre und Eltern-Kind-Bindung)
fokussiert werden soll.
2. Auswirkungen von Erkrankungen (und / oder deren Behandlung) sowie von
Substanzen (und / oder Substanzmittelmissbrauch)
auf Sexualität und Partnerschaft
der Betroffenen, z.B.
- Krebserkrankungen (Mamma-Ca, Prostata-Ca)
- Geistige und körperliche Behinderung
- Einnahme verschiedener Hormone
- Psychische und Verhaltensstörungen
3. Verbesserung der sexualmedizinischen Versorgung im Bereich niedergelassener
Ärzte und Psychotherapeuten.
4. Schaffung von spezialisierten, sexualmedizinischen Versorgungszentren, die Behandlungskompetenz für sämtliche Störungen der Sexualität und Geschlechtlichkeit vorhalten.
Hierzu sollten Angebote gehören für die
- Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Funktionen,
- Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Entwicklung,
- Diagnostik und Behandlung bei Störungen der Geschlechtsidentität
(auch Beratung und Begleitung bei Kindern und ihren Eltern), - Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Fortpflanzung,
- Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Präferenz
(hier insbesondere Diagnostik und primärpräventive Behandlung bei Pädophilie), - Diagnostik und Behandlung bei Störungen des sexuellen Verhaltens.
5. Wörterbuchprojekt:
Etablierung einer sexualwissenschaftlichen
Sprach- und Begriffssystematik
der Intimkommunikation. Hier soll es nicht
vornehmlich um ein Nachschlage-
werk zur sexualwissenschaftlichen Terminologie
gehen, sondern viel mehr - in
Anknüpfung an Humboldts Gedanken zu
sprachlicher Kommunikation bzw. zur
verbalen zwischenmenschlichen Verständigung
- um eine systematische
Erfassung von sprachlichen Ausdruckformen
zum sexuellen Erleben und
Verhalten.
6. Förderung der europäischen und internationalen Integration der Sexualwissenschaft auf fachpolitischer Ebene.
Ziel ist es hierbei sowohl, die Sexualwissenschaft
in ihrer fachlichen
Eigenständigkeit zu konturieren und
zu erhalten, als auch insbesondere den
klinischen Anwendungsbereich - die Sexualmedizin
- international als
fundiertes diagnostisches und therapeutisches
Spezialfach zu etablieren.
Hierzu soll ein Netzwerk von Sexualwissenschaftlern
und sexualmedizinischen
Institutionen etabliert und in regelmäßigen
Symposien Kontakt und
Austausch befördert werden.
