Grafik Wilhelm von Humboldtstiftung

Geplant sind - entsprechend dem satzungsgemäßen Stiftungszweck - folgende Schwerpunkte

1. Grundlagenforschung zu menschlichem Bindungs- und
    Kommunikationsverhalten bezüglich

  • biologischer
  • psychologischer
  • soziologischer

     Mechanismen, wobei unter dem letzten Punkt vor allem auch die unmittelbare
     soziale Lebensumwelt (partnerschaftliche, familiäre und Eltern-Kind-Bindung)
     fokussiert werden soll.


2. Auswirkungen von Erkrankungen (und / oder deren Behandlung)     sowie von Substanzen (und / oder Substanzmittelmissbrauch)
    auf Sexualität und Partnerschaft der Betroffenen, z.B.

  • Krebserkrankungen (Mamma-Ca, Prostata-Ca)
  • Geistige und körperliche Behinderung
  • Einnahme verschiedener Hormone
  • Psychische und Verhaltensstörungen


3. Verbesserung der sexualmedizinischen Versorgung im Bereich     niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten.


4. Schaffung von spezialisierten, sexualmedizinischen     Versorgungszentren, die Behandlungskompetenz für sämtliche     Störungen der Sexualität und Geschlechtlichkeit vorhalten.

     Hierzu sollten Angebote gehören für die

  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Funktionen,
  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Entwicklung,
  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen der Geschlechtsidentität
        (auch Beratung und Begleitung bei Kindern und ihren Eltern),
  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Fortpflanzung,
  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen der sexuellen Präferenz
        (hier insbesondere Diagnostik und primärpräventive Behandlung bei     Pädophilie),
  • Diagnostik und Behandlung bei Störungen des sexuellen Verhaltens.


5. Wörterbuchprojekt:

     Etablierung einer sexualwissenschaftlichen Sprach- und Begriffssystematik
     der Intimkommunikation. Hier soll es nicht vornehmlich um ein Nachschlage-
     werk zur sexualwissenschaftlichen Terminologie gehen, sondern viel mehr - in
     Anknüpfung an Humboldts Gedanken zu sprachlicher Kommunikation bzw. zur
     verbalen zwischenmenschlichen Verständigung - um eine systematische
     Erfassung von sprachlichen Ausdruckformen zum sexuellen Erleben und
     Verhalten.


6. Förderung der europäischen und internationalen Integration der     Sexualwissenschaft auf fachpolitischer Ebene.

     Ziel ist es hierbei sowohl, die Sexualwissenschaft in ihrer fachlichen
     Eigenständigkeit zu konturieren und zu erhalten, als auch insbesondere den
     klinischen Anwendungsbereich - die Sexualmedizin - international als
     fundiertes diagnostisches und therapeutisches Spezialfach zu etablieren.
     Hierzu soll ein Netzwerk von Sexualwissenschaftlern und sexualmedizinischen
     Institutionen etabliert und in regelmäßigen Symposien Kontakt und
     Austausch befördert werden.